Kambodscha – eine Reise voller Überraschungen

Ankunft in Siem Reap: Ein unvergesslicher erster Eindruck

Wir landen in Siem Reap, verlassen das Flugzeug und laufen im Flughafen die Treppe runter. Ein freundliches Gesicht strahlt uns an, wir werden begrüßt, unsere Pässe wandern mit einem sehr seriös aussehenden Herren davon und wir stehen vor dem Kofferband.
Nach 10 Minuten verlassen wir durch den Diplomatenausgang samt Gepäck und abgestempelten Reisepass das Gebäude und steigen in unseren Van ein, um zu unserem Hotel zu kommen.
Kambodscha ist immer für Überraschungen gut. Mit dieser unkomplizierten und raschen Einreise rechnet man nicht, mit so luxuriösen Hotels rechnet man nicht und dass alles immer wie am Schnürchen läuft, damit rechnet man auch nicht.

Abende in Siem Reap: Kunst, Gin Tonic und Blues

Abends saßen wir in der Bar, die hinter dem Hotel-Shop in einer Galerie eingerichtet wurde, um uns herum die wirkungsvollen Bilder von Bill Bensley, in der Hand ein köstlicher kambodschanischer Butterfly Flower Gin Tonic, im Ohr leichter Blues, der von einer Sängerin gesungen wird. Alles gemütlich auf einer Couch, die aus einer Loriot-Szene stammen könnte. Das ist auch Kambodscha.

Ein Land im Aufbruch: Die Energie der jungen Generation

In den folgenden Tagen lernen wir viel über dieses aufstrebende Land. Es wurde Jahrzehnte lang schlimm gepeinigt, es starben viele unschuldige Menschen und der älteren Generation sieht man das Trauma an, das sie mit sich trägt, aber die jüngeren Kambodschaner strahlen eine Energie aus, die ich bislang in keinem Land Südost-Asiens erlebt habe. Sie kreieren das Land neu, erfinden ihren eigenen Fortschritt und strahlen eine Power aus, um die man sie nur bewundern kann.
Unser Tourguide erzählte natürlich auch viel über die Gewohnheiten der Leute. So ist zum Beispiel nach der Hochzeit die Frau Chef im Haus. Sie verwaltet auch die Konten und alle Einkünfte der Familie. Die Männer erhalten ein Taschengeld, über das sie frei verfügen dürfen. Daher gibt es kaum die Not in den Familien, dass in der letzten Woche des Monats das Geld ausgegangen ist und der Topf leer bleibt. Das ist die neuere Generation, die das Land am Laufen hält.

Straßenverkehr in Kambodscha: Chaos mit Charme

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Ein Wunder in Kambodscha ist der Straßenverkehr. Nahezu alles, was transportabel ist, wird mit dem TukTuk transportiert. Ansonsten fahren noch Autos, Minivans und LKWs durch die Straßen. Alles durcheinander und ohne erkennbare Regeln. Es gibt jedoch keine Aggressivität, man hört ganz selten mal jemanden hupen und den Stau an Kreuzungen sucht man meist auch vergebens. Die fehlenden Regeln werden über Blicke und gegenseitige Rücksichtnahme gesteuert. Natürlich fließt in Phnom Penh der Berufsverkehr auch langsam, jedoch würde ich es eher als gemächlich bezeichnen.
Vor den Hotels findet man meist sofort ein TukTuk, das einen für wenige Dollar zu seinem Wunschziel bringt. Oft warten die fast immer freundlichen Fahrer vor den Restaurants, bis man gegessen hat und bringen die Gäste zurück zum Hotel. Dabei fühlten wir uns immer sicher und haben den Fahrtwind genossen, wie auch die vielen netten Szenen am Straßenrand.

Über den Angkor Wat hinaus: Kulturstätten, die atemlos machen

Natürlich gehören in der Region um Siem Reap auch die Kulturstätten um Angkor Wat, Angkor Thom usw. zu den ganz wichtigen Besucherplätzen. Es raubt den Atem diese Wunderwerke zu sehen, aber neben diesen Berühmtheiten gibt es noch andere Plätze, die in Staunen versetzen. So lohnt in jedem Fall ein Besuch des Tonle Sap. Das ist der größte Binnensee Südostasiens, der mit dem Hochwasser des Mekong gespeist wird und sich in der Regenzeit füllt, in der Trockenzeit fällt der Wasserspiegel wieder um mehrere Meter. Ein eigener Kulturkreis hat sich diesen See als Heimat auserkoren und hier schwimmende Dörfer errichtet, die je nach Wasserstand mit kleinen Booten einfach als ganzes Dorf umziehen – samt Läden, Werkstätten, Schulen, Tempeln und Kirchen. Die Häuser haben keine Stromleitungen, aber der Kontakt zur Außenwelt ist natürlich auch dort mit dem Handy alltäglich. Um das Handy zu laden, benötigt man eine Steckdose, und diese sollte auch Strom liefern. Daher findet man kaum eines der schwimmenden Häuser – so ärmlich sie auch wirken – ohne eine Solarplatte auf dem Dach. Hier wird klammheimlich Fortschritt gelebt und grüner Strom genutzt.

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Die Heldenratten von Kambodscha: Kleine Tiere mit großer Mission

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Kambodscha kämpft natürlich auch mit seiner Geschichte und den Nachwirkungen. Wir haben immer wieder von den HeroRATs! gehört, den „little Heros“ in Kambodscha, die Minen ausfindig machen, aber Genaueres wussten wir auch nicht. Daher sind wir morgens mit dem TukTuk zu dem Zentrum von Apopo gefahren, einer Station, die mit Afrikanischen Riesenratten Minen ausfindig macht und entschärft. Uns wurde auf Englisch erzählt, warum in diesem Land die Minen im Boden liegen, wie diese ausschauen und was die Minen anrichten. Bilder und Szenen, die uns noch länger beschäftigten. Dann zeigte man uns ein Areal, in dem Metalldosen und kleine Sprengstoff-Päckchen vor unseren Augen im Sand verscharrt wurden. 2 junge Männer stellten sich links und rechts von dem Areal auf und führten eine ausgebildete Ratte an einer Leine auf dem Gelände hin und her. Die leeren Dosen blieben unbeachtet, aber als die Ratte den vergrabenen Sprengstoff fand, gab sie Zeichen und dann rannte sie schnell zu einem der beiden Betreuer und holte sich eine kleine Belohnung – ein Stückchen Banane – ab. Der Sprengstoff konnte geborgen werden und stellte keine Gefahr mehr da.

Song Saa: Ein Privatparadies mit Herz

Unsere Reise führte weiter nach Song Saa, einem Inselresort auf einer kleinen Privatinsel etwa eine Stunde mit dem Schnellboot von Sihanoukville entfernt. Wunderschöne Privatvillen warten dort mit ihrem privaten Pool auf die Gäste, die sich gerne in eine andere Welt entführen lassen möchten. Ein herrliches Meer lädt zum Baden ein und nachts kann man Schnorcheln gehen, um das leuchtende Plankton zu bewundern. Ein Paradies im Nirgendwo 😊. Ich kann jetzt berichten über die schönen Villen, oder das gute Essen, oder aber den dezenten und fantastischen Service, aber das kann ich auch von vielen anderen Plätzen berichten. Aber einmalig hier ist, dass ich Ihnen von Mr P. berichten kann. Ein junger Mann, der zum Team im Vista Restaurant gehört und Ihnen einen wunderbar duftenden Cappuccino zum Frühstück serviert. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und er erzählte, dass er mit den Frauen auf der großen Nachbarinsel Koh Rong am Strand angespülten Abfall eingesammelt hat und jetzt mit diesen „Rohstoffen“ arbeitet. Unsere Neugier war natürlich geweckt, denn wir konnten uns nicht so richtig vorstellen, wo dieses Gespräch hinführen wird. Er zeigte uns dann Fotos, die uns den Atem stocken ließen. Er macht Fashion daraus, Handtaschen, Kleidung, Accessoires, Schmuck, . . . , verdächtig für den Laufsteg auf internationalem Parket. Leider hat er in diesem Zipfel der Welt kaum Zugang zu der großen Welt der Modeschöpfer und Diven des Laufsteges, aber einmal im Jahr organisiert Song Saa ein Event, bei dem der Steg zum Laufsteg wird, das Personal zu Models und Mr. P seine Bühne erhält. Sollten Sie also Beziehungen haben, die ihm eine Türe in die Welt der Mode öffnen kann, ….. , ich vermittle gerne den Kontakt.

Warum Kambodscha mehr ist als nur Tempel und Strände

Wer nach Kambodscha reist, erwartet natürlich sein Kulturprogramm und einen angemessenen Service in schönen Hotels. Aber ich zeige Ihnen gerne die vielen kleinen Überraschungen, die sich überall verbergen. Dann sind Sie im Wunderland unterwegs und werden auch so begeistert von diesem Land sein, wie ich es bin.
Wenn Sie meine glänzenden Augen „hören“ möchten, rufen Sie mich an, ich erzähle Ihnen dann von Ihrer nächsten Reise

Ihr Rico Neuhöffer

Rico war mit unserer Eventreise zum 40 Jährigen Jubiläum von Trauminsel Reisen mit einer Gruppe unserer Kunden auf dieser abenteuerlichen Reise durch Kambodscha unterwegs. Neben den authentischen Erlebnissen im Land übernachteten sie in den besten Hotels des Landes:

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